In der digitalen Landschaft von heute ist es ist es absolut unerlässlich, ein gutes Verständnis das Marketing mit Videos zu entwickeln. Kommunikationskanäle zum Verbraucher hin, allen voran Social Media. LinkedIn bietet hervor ragende Targeting-Möglichkeit und diverse Content-Formate für Unternehmen und Brands. Nachteilig ist da hingegen das diese Plattform sehr voll ist und es schwer sich Gehör zu verschaffen. Video an sich ist schon ein Format was natürlich mehr ins Auge springt und so auch ins „Relevant Set“ der Konsumenten. Ihr Video müssen Sie richtig vermarkten, um sich von der Masse abzuheben.

Die Technologie entwickelt sich ständig weiter und die Technologie zur Videoproduktion ist da keine Ausnahme. Gerade diese hat  in den letzten 15 Jahren eine große Weiterentwicklung erlebt. Die Videoauflösung hat sich von Standardauflösung zu 4K und jetzt 6K und 8K entwickelt. Die Kameras wurden kleiner und die Ausrüstung für jeden erschwinglich. Content ist King ist einer der Grundsätze die im modernen Marketing herrscht. Jedes Unternehmen, jede Marke hat die Möglichkeit, die eigene Geschichte zu erzählen. Wie hebt man sich bei all diesem „Lärm“ ab? Die Antwort lautet: Nutzen Sie Marketing und Strategie, um Videos zu erstellen, die das ideales Publikum erreichen.

Videomarketing ohne Strategie?

All zu oft liest und hört man die Schlagworte wie „Strategie“, „Customer Journey“ und „Videomarketing“. So viele Blogs, Videos und Websites werden um diese Begriffe herum erstellt, aber was bedeutet das alles? Was ist Videomarketing und wie können Sie es nutzen, damit es positive auf Ihre Unternehmenergebnisse einzahlt? Laut Hubspot wird Videomarketing definiert als: „Verwendung von Videos zur
Vermarktung Ihres Produkts oder Ihrer Services, das Engagement in den digitalen und sozialen Kanälen zu erhöhen, Ihre Prospects und Kunden zu informieren. Darüber hinaus Ihr Publikum über ein neues Medium zu erreichen. In einer einfacheren Terminologie ist Videomarketing  der Prozess zur Erstellung von Videos mit einem strategieorientierten Ansatz.

Als Grobkonzept halte ich folgende Schritte fest:

  • Kunde und Agentur (Marketer und Videograph) entwickeln ein Konzept für das Video
  • Entwurf des Storybords (Skript)
  • Organisation der Produktion
  • Post-Produktion und Abstimmung mit Kunden
  • Übermittlung des finalen Video in den diversen Formaten

Auch wenn dieser Produktionsprozess gut geplant ist und Sie sich für die Konzeptentwicklung einige zeit nehmen, geht die Videomarketingstrategie einen Schritt weiter. Das „Warum?“ steht im Mittelpunkte bzw. ist der Ausgangspunkt. Warum wird dieses Video gedreht und warum sollte es sich jemand ansehen? Warum würde jemand dieses Produkt oder diese Dienstleistung kaufen? Die Entwicklung einer Strategie, die diese Antworten dieser Fragen liefert, ist der erste Schritt im Videomarketing. All das bevor Sie ein Drehbruch schreiben oder eine Kamera aufstellen.

Plan Sie um nicht zu scheitern!

Als ersten Schritt im Marketing, so auch im Videomarketing, ist das heranziehen des ICP (Ideal Customer Profil). Buyer Personas (Tipp: Artikel über die Erstellung von Buyer Personas von Hubspot) zu erstellen ist eine sehr gute Methode sich den (Wunsch-)Kunden vor Augen zu führen. Wenn nötig, machen Sie sogar ein Update bei Ihren bestehenden Buyer Personas. So stellen Sie sicher, nochmals einen Sanity-Check durchzuführen, wer Ihre Produkte oder Dienstleistungen kauft. Mit diesem besseren Verständnis, wissen Sie nun, wem das Video erreichen soll.

Als nächsten Schritt muss identifiziert werden, wo der Kunde mit den Inhalten interagiert. Als weiteren Schritt, den Sie in Betracht ziehen sollten, ist die Platzierung Ihrer Inhalte. Platzieren Sie die Inhalte dort, wo Ihre idealen Kunden wahrscheinlich Zeit verbringen. Dies ist ein wichtiger Schritt, denn nicht alle Social Media Kanäle oder Plattformen erfordern den gleichen Stil eines Videos. Zum Beispiel Facebook: Für diesen Kanal muss das Video die Aufmerksamkeit des Betrachters wecken, während dieser sich den Newsfeed scrollt. In diesem Beispiel ist es nicht ratsam, gleich als Opener mit Unternehmens-Logo zu beginnen. In der Aufmerksamkeitsspanne von ca. zwei bis 3 Sekunden, scrollt der anvisierte Kunde weiter, ohne sich das Video anzusehen.

Grenzen Sie deshalb die Kanäle für die Veröffentlichung ein und optimieren Sie das Video für den diese Kanäle. Es muss der Eindruck erweckt werden, es sei für diesen bestimmten Social Media Kanal oder  Plattform, erstellt. Zum Beispiel Instagram: Erwähnen Sie für weiterführende Informationen, findet der Betrachter den Link in der Biografie des Profils,  anstatt „Sehen Sie sich den Link unten“. Das verwirrt Ihre Betrachter und macht Instagram darauf aufmerksam, dass Ihr Video nicht für ihre Plattform erstellt wurde. Instagram könnte denken, dass Ihr Video wiederverwendet wird, was sich negativ auf Ihre organischen Reichweite schadet. Wenn dem Video die Anmut geben, es sei speziell für diese Plattform gemacht, erkennt und deutet der Algorithmen positiv auf die Sichtbarkeit. Ganz zu schweigen vom Betrachter, der auch schon weitgehend sensibilisiert ist.

Bei jeder Disziplin im Digital Marketing gilt: Die Zielsetzung ist entscheidend

Nun wissen Sie, mit Hilfe des ICP und Buyer Persona wem Sie mit dem Video ansprechen wollen, welche Plattform Sie nutzen sollen und wie Sie die Reichweite auf dieser Plattform maximieren. Jetzt ist es an der Zeit, einige Ziele zu setzen. Wie in allen Disziplinen im Digital Marketing, ist das Festlegen von Zielen auch im Videomarketing entscheidend. Wenn Sie sich keine Ziele setzen, werden Sie nicht wissen, wie Ihre Inhalte gewirkt haben, was funktioniert hat und was nicht.

Aus Erfahrung kann ich sagen, setzen Sie Ziele, die realistisch und messbar sind, damit Sie mit der Zeit bessere Videos im Laufe der Zeit zu verbessern. Die Festlegung von KPIs ist ein Schlüsselelement in jeder Videomarketingstrategie. Es gibt zwei verschiedene Arten von KPIs, die Sie für Ihre Videos festlegen können. Datengesteuerte (data driven) Ziele: Die Videoanalyse dient zur Überprüfung der Performance Ihrer Inhalte.  Ein Beispiel hierfür ist das Anstreben einer Verweildauer von 80 %. D.h. das die meisten Ihrer Zuschauer mindestens 80 % Ihres Videos ansahen.

Die zweite Art der KPIs ist kundenorientiert: Wenn Sie Betrachter bzw. Prospects dazu bringen möchten, einen Call-to-action auszuführen. Den Unternehmens- oder Produkt-Newsletter abonnieren, einen Demo-Termin vereinbaren oder sich für ein Event registrieren. Werten Sie Ergebnisse aus, um zu verstehen ob die gewünschte Zielgruppe der ICP dabei ist. oder Sie dire eintragen oder ihn anrufen, um eine eine Demo zu vereinbaren, können Sie Ihren Kunden bitten eine Umfrage durchführen, wenn sich jemand anmeldet, um zu Ihre Videos den idealen Kunden beeinflussen.

Wenn die Ergebnisse diese beiden KPIs nicht zu den gesetzten Zielen führen, passen Sie die Inhalte der künftigen Videos und Inhalte an.

Licht, Kamera, Action

Mit der Videomarketingstrategie und den gesetzten meßbaren KPIs, können Sie endlich zum Storyboard  übergehen und die Produktion planen. Der Prozess zur Produktion des Video läuft in bewährter Weise. Dieser Prozess ist ähnlich wie alles, was Sie normalerweise als Videoproduzent. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie bei der Produktion und Nachbearbeitung die Plattform und Social Media Kanal, wo das Video veröffentlich werden soll im Hinterkopf behalten. Wenn Sie zum Beispiel ein Video für Instagram Stories produzieren, achten Sie darauf, dass Sie das Format 16:9 verwenden. Wenn Sie ein Video für eine Plattform produzieren, auf der viele Betrachter ohne Ton durch ihren Newsfeed scrollen, sollten Sie darüber nachdenken, Untertitel einzublenden, um sicherzustellen, dass die »Message« des Videos auch richtig wahrgenommen und verstanden wird.

Nachdem Sie Ihr Video produziert haben, sollten Sie vor dem Veröffentlichen noch einmal Ihre Ziele überprüfen. Beobachten Sie, wie Ihre Videos wirken und scheuen Sie sich nicht, verschiedene Dinge auszuprobieren, um die Ergebnisse zu verbessern oder zu analysieren. Marketing ist keine exakte Wissenschaft – oft ist testen, testen, testen der Inhalte die einzige Möglichkeit, um herauszufinden, was effektiv ist und was nicht. Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Sie nicht die gesteckten KPIs erreichen.  Lassen Sie mich Randy Pausch, The Last Lecture, zitieren: „Erfahrung ist das, was man bekommt, wenn man nicht bekommen hat, was man wollte.“ (Buch via Amazon erhältlich)

Fazit:
Videomarketing kann ein umfangreicher, komplizierter Akt in der Marketing-Strategie sein. Aber
wenn Sie eine Strategie entwickeln, die sich auf Ihre gesetzten Ziele stützt, werden Sie immer gut gerüstet sein, den erstellten Content erfolgreich zu vermarkten.